Fragen & Antworten

Wir beantworten die meistgestellten Fragen:

Will ich überhaupt ein Tattoo?

Merkwürdige Frage, oder? Nein überhaupt nicht! Denn die Betonung liegt auf Ich. Der Sänger der tollen Rockband trägt ein Tattoo, Freunde von dir lassen sich tätowieren, es ist gerade total angesagt, tätowiert zu sein. Du bist verliebt und alle Welt soll dies wahrnehmen, also möchtest du ein Partner-Tattoo. Es gibt sehr viele Gründe, sich tätowieren zu lassen aber nur einen, der zählt: du musst diese Tätowierung wollen.

Welche Körperstelle lasse ich tätowieren?

Gerade bei den ersten Tattoos ist die richtige Stelle recht wichtig. Man möchte das Tattoo natürlich zeigen, aber es gibt auf dieser Welt immer noch viele Menschen, die Tattoos ziemlich „assi“ finden. Dein Berufsleben liegt noch größtenteils vor dir? Du brauchst für deine erste Wohnung einen Kredit? Ein Halstattoo oder F-U-C-K auf den Fingerknöcheln gefällt wohl weder deinem Chef noch deinem Bankberater. Also lass die Finger von permanent exponierten Stellen. Gib dir selbst die Möglichkeit, deine Tattoos auch unterm T-Shirt verdeckt zu tragen.

Wie groß soll meine Tätowierung werden?

Dies hängt vom Motiv und von der Körperstelle ab. Wovon es nicht abhängen sollte, ist vom Geld. Klar ist ein Tattoo nicht preiswert, aber wenn das Ersparte nicht ausreicht, warte und spare noch ein wenig. Du trägst dein Tattoo lebenslang auf deinem Körper und darum solltest du auch keine Kompromisse eingehen. Anfänger tendieren meist zu kleinen Tattoos. Zu kleine Motive wirken auf Distanz betrachtet oftmals wie ein Fliegenschiss auf der Haut. Vertraue bei der Größe auf die Beratung des Tätowierers, die Größe sollte zu deinen Körperproportionen passen.

Was lasse ich mir tätowieren?

Mal sind Steißbeintribals, mal Delphine, mal Rosenkranz und mal Sterne total IN. Man sieht also, auch Tattoos unterliegen Trends. Aber es gibt keinen Grund für dich, das gleiche Tattoo zu tragen wie deine Freundin, dein Nachbar oder dein Arbeitskollege, nur weil gerade z.B. Sterne angesagt sind. Die denkbar einfachste Motivauswahl geht so: Du gehst zum Studio, schaust dort die Vorlagen (Flash) durch, wählst dein Motiv und lässt dich tätowieren. Das hat allerdings dann etwas vom Besuch beim Postamt, Briefmarke wählen, Stempel drauf und ab die Post. Nicht jedes Tattoo muss bedeutungsschwanger sein. Tattoos dürfen schmücken, spaßig sein oder einfach nur dekorativ, aber es sollte schon einen Bezug zum Träger haben. Nicht jedes Tattoo muss 1000 Worte ausdrücken, 950 reichen auch.

Was kostet ein Tattoo?

Schwierige Frage und eigentlich so nicht zu beantworten. Es sollte heißen, was ist dir dein Tattoo wert? Dein Tätowierer ist Profi und lebt von seiner Arbeit. Als Geschäftsmann muss er/sie Auflagen erfüllen, die alle Geld kosten. Angefangen mit der Miete des Studios über Material, Lohn für Angestellte usw.. Also nachdem konkret darüber gesprochen wurde, was tätowiert werden soll, darf der Kunde durchaus Fragen, was das jetzt kostet.

Warum muss ich eine Anzahlung leisten?

Anzahlungen sind mittlerweile bei Tätowierern üblich. Die Anzahlung wird später mit dem Gesamtpreis verrechnet. Kannst du deinen Termin nicht einhalten, musst du frühzeitig (bei uns 48 h vor dem Termin) absagen, ansonsten verfällt die Anzahlung. Tätowierer machen dies, weil sie oftmals versetzt werden und in der freigehaltenen Arbeitszeit dann Däumchen drehen. Ebenfalls erbringen Tätowierer mit Beratung und Vorzeichnen eine Arbeitsleistung, die sie sich beim gänzlichen Ausfall des Termins bezahlen lassen.

Wie kommt eigentlich das Tattoo in die Haut?

Beim Tätowieren wird die Haut mit Nadeln durchstoßen und die Farbpigmente in die mittlere Hautschicht eingebracht. Die Nadeln sind gebündelt und noch am ehesten mit Stecknadeln zu vergleichen. Die flüssige Tattoofarbe haftet durch Kapillarwirkung an und zwischen den Nadeln. Die punktierende Bewegung wird mit der Tattoomaschine erzeugt, die Maschine „schlägt“ ca. 3000-3500 mal pro Minute.

Wie kann ich sehen, dass hygienisch gearbeitet wird?

Achte auf den allgemeinen Gesamteindruck, das Studio sollte sauber und aufgeräumt sein. Im Arbeitsbereich haben Haustiere, Aschenbecher und Essen nichts zu suchen. Arbeitsflächen (Boden, Ablagen, Liegen) müssen nass zu reinigen und zu desinfizieren sein. Alle Arbeitsmaterialien, die mit Blut in Berührung kommen und nicht sterilisiert werden können, müssen Einwegprodukte sein, z.B. Spatel für Vaseline, Farbtöpfchen und Handschuhe sowie ganz klar die Nadeln.

Wer darf sich nicht tätowieren lassen?

Es gibt natürlich kein generelles Verbot, aber Menschen mit Diabetes, Infektionen, Bluterkrankungen oder z.B. Thrombose sollten vorher mit ihrem Arzt sprechen und vor allen Dingen den Tätowierer darüber informieren. Der Tätowierer muss sich vergewissern, dass sein Kunde volljährig, im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte sowie sich über die Konsequenz seines Handelns bewusst ist.

Muss ich volljährig sein?

Klares Ja! Denn Tätowieren ist, juristisch gesehen, Körperverletzung auf Verlangen. Dies ist nur möglich, wenn du voll geschäftsfähig bist.

Tut es weh?

Tja, was soll man nun sagen? Ja, es tut weh! Schmerz kann man nicht quantitativ messen. Sei dir sicher, du wirst es überstehen und danach auch ein wenig stolz auf dich sein.

Wie bereite ich mich auf den Termin vor?

Tätowiert werden ist harte Arbeit für den Körper, also ausgeruht und möglichst entspannt zum Termin kommen. Mindestens am Abend vorher solltest du auf Alkohol und Drogen verzichten. Zum einen neigt der Körper unter Alkohol- und Drogeneinfluss beim Tätowieren verstärkt zum Bluten (gleiches bei Aspirin und Co.). Zum anderen ist der Körper dann schmerzempfindlicher. Dann solltet ihr vernünftig frühstücken und auch etwas von eurem Lieblingssüßkram dabei haben. Und schließlich dem Tätowierer und der allgemeinen Hygiene zuliebe bitte frisch geduscht erscheinen.